
Zwei optisch durchaus ähnliche Sessel können sich bei ihren „inneren Werten“ gründlich voneinander unterscheiden. Nach Außen hin tritt zunächst nur der oftmals erhebliche Preisunterschied in den Vordergrund. Aber gerade diese Preisdifferenz sollte zu denken geben. In dem heutigen harten Verdrängungswettbewerb kann es sich kein Hersteller leisten, seine Preise willkürlich festzulegen. Sie sind immer abhängig vom verwendeten Material und der Verarbeitungsqualität.
John Ruskin (1819-1900)
Wenn ein gutes Sofa für 1000 Euro zehn Jahre hält, kostet Sie das ca. 27 Cent am Tag. Das entspricht gerade mal dem Preis einer Zigarette. Sie können sich natürlich auch in der gleichen Zeit zwei einfache Sofas für je 500 Euro kaufen und insgesamt die gleiche Summe ausgegeben. Nur ist der Sitzkomfort und sicherlich auch die optische Verarbeitung hierbei deutlich geringer.
Wer sich nur am Preis orientiert und dem Polstermöbel stillschweigend bestimmte Eigenschaften unterstellt, kann leicht enttäuscht feststellen, dass die Qualität so billig ist wie der Preis und das Möbel die ihm zugedachten Eigenschaften nicht erfüllt. Wer hier am falschen Ende spart, zahlt letztendlich eine Menge drauf.
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Lassen sich Preise vergleichen?
Rabattschwindel im Möbelhandel
Ein Rabatt erweckt beim Kunden den Eindruck, er könne ein hochwertiges Produkt zu einem für ihn günstigen Preis erwerben. Dies ist allerdings bei weitem nicht immer so, denn der tatsächliche Warenwert bleibt dem Käufer verborgen. Stattdessen orientiert er sich am so genannten "Stattpreis", von dem der Rabatt abgezogen wird. Viele Händler nutzen dies aus, indem sie vorsätzlich überhöhte Preise ansetzen (Mondpreise), um auf diese dann scheinbar großzügige Nachlässe zu gewähren. Vergleicht man dann aber den so erhaltenen Preis mit dem tatsächlichen Wert des Produktes, so stellt sich so manches Schnäppchen als teure Falle heraus.
Als Bezugsgröße dient immer wieder die "unverbindliche Preisempfehlung" des Herstellers. Jedoch gibt es im Möbelhandel nahezu keine einheitlichen Preislisten. Anders als beispielsweise im Autohandel, wo bundesweit bei den einzelnen Marken jeweils die gleichen Preislisten zugrunde gelegt werden, werden im Möbelhandel die Preislisten von den Herstellern für jeden Händler individuell mit dem gewünschten Aufschlag erstellt. Die Rabatte, die ein Händler gewähren möchte, werden also zuvor in die Preisliste eingearbeitet. Selbst identisch wirkende Preislisten für die gleichen Modelle können bei verschiedenen Händlern völlig unterschiedliche Preise enthalten.
Die ARD-Sendung Plusminus bewies erst jüngst wieder in dem Beitrag "Gelockt von falschen Preisen", dass bei Preisgegenüberstellungen die meisten Produkte niemals soviel gekostet haben, wie angegeben. Der reduzierte Preis entspricht gerade mal dem üblichen Preis - Ersparnis gleich null.
Wie das ZDF mit seiner Sendung "Rabatte, Schnäppchen, Sonderverkäufe" zeigte, übt jedoch das Rabattzeichen auf viele Kunden einen unwiderstehlichen Kaufreiz aus. Mittels Computertomographie haben Wissenschaftler gemessen, wie das Gehirn auf Rabattsymbole reagiert. Das Ergebnis: Rabatte aktivieren das Belohnungssystem übermäßig. Kontrollmechanismen versagen, die Kritikfähigkeit wird deutlich reduziert.
Dies machen sich viele Händler gezielt zunutze. Gerade im Möbelhandel schließt oft eine Rabattaktion nahtlos an die andere an: Räumungs-, Renovierungs-, Inventur-, Geburtstags-, Werks- oder Personalverkauf, Hausmesse oder Dankeschön - jede Gelegenheit wird zum Anlass genommen, mit Preisreduzierungen zu werben. All diese kurzfristigen Rabattaktionen zielen darauf ab, den Käufer unter Zeitdruck zu setzen, sodass er keine Möglichkeit hat, Preisvergleiche anzustellen.
Ein Insider schrieb über diese vielgeübte Praxis, dass man vielerorts "... 80 % Rabatt gibt, den Kunden darauf auch noch die Mehrwertsteuer schenkt und noch einen Geschirrspüler und die Kaffeemaschine drauflegt...." Trotz all diesen "Wohltaten" macht der Händler dabei ein Riesen-Geschäft.
Dabei sind die im Möbelhandel beworbenen Preisnachlässe von 40 % und mehr fast immer absolut unrealistisch. Der Möbelhändler würde kräftig draufzahlen.
Obwohl Verbraucher-Ratgeber wie auch die ZDF-Sendung WISO unter dem Motto „viel Rabatt und trotzdem teuer“ die vielerorts geübte Praxis von „Mondpreisen“ und abenteuerlichen Rabattversprechen als teuren Schwindel entlarven, orientieren sich viele Kunden lieber an der Höhe der Rabatte anstatt an der Güte der Qualität und bemerken nicht, dass der gleiche Artikel woanders bei reeller Kalkulation oftmals wesentlich günstiger angeboten wird. Eine Zeitschrift reimte deshalb in einem Artikel über diese Scheinrabatte: „Rabatt, das lass Dir sagen, wird immer vorher aufgeschlagen.“ Werbewirksame Rabatte, kritisiert Heinz G. Günther, einst Möbelverkäufer und nun Buchautor, würden meist vorher auf den Preis aufgeschlagen und er glaubt: „90 Prozent der Möbelkäufer zahlen zu viel oder stellen später fest, dass die Ware wenig taugt.“ Eine Zeitung textete daher: „Mancher saugünstige Preis erweist sich im Nachhinein als schweineteuer.“ Daher die Empfehlung der Verbraucherschützer: Keine Spontankäufe, sondern erst eine Nacht drüber schlafen.
Natürlich gibt es auch echte Schnäppchen zu machen, nämlich dann, wenn ein Einzelstück unbedingt raus muss, weil es zum Beispiel nicht mehr nachlieferbar ist und der Händler den Platz für neue Modelle benötigt, oder weil es falsch produziert wurde. Das Problem für den Kunden ist nur, das echte Schnäppchen von dem scheinbaren zu unterscheiden.
Der Trick mit der Preisgarantie
Preiswahrheit und Preisklarheit
Bei uns gilt schon immer die Devise, dass die Preisgestaltung für den Kunden transparent sein muss. So gibt es weder verdeckte Preisaufschläge noch je nach Ansehen und Berufsgruppe unterschiedliche Rabattsätze, sondern ehrliche Inklusiv-Preise für jedermann.
Unsere Preise beinhalten immer die Lieferung im Umkreis von 70 km, das Auftragen in die Wohnung und den Aufbau in Ihrem Wohnzimmer. So wissen Sie von Anfang an, was die Polstermöbel kosten, wenn sie wohnfertig in Ihrem Zimmer stehen.
Natürlich gibt es auch bei uns im Preis reduzierte Auslaufmodelle, weil zum Beispiel der Stoff nicht mehr lieferbar ist. Da diese Modelle für uns dann schwer in der ausgestellten Ausführung abzuverkaufen sind, werden diese oft unter ihrem Einkaufspreis und mit Verlust für uns verkauft. Wenn so eine Polstergruppe in Ihr Wohnzimmer passt, können Sie ein echtes Schnäppchen machen.