Generelle Information zu neuen Möbeln
Polstermöbel sind Ruhezonen und Treffpunkt zugleich, das wichtigste Element im Raum und ein persönliches Statement. Um Form und Farbe zu bewahren und viele Jahre Freude an Ihren neuen Polstern zu haben, sollten Sie einige Tips beherzigen:
Transport
Transportieren Sie Ihre Polstermöbel nur mit 2 oder mehreren Personen. Heben Sie das Polstermöbel nicht an den Seitenteilen bzw. an den Kopf- und Fußteilen an. Schieben und ziehen Sie das Polstermöbel nicht, sondern heben Sie es vorsichtig an. Ein korrekter Transport darf nur durch Anheben am unteren Gestellrahmen erfolgen.
Aufstellen/Ausrichten
Polstermöbel müssen eben ausgerichtet aufgestellt werden und dürfen nicht einseitig auf Teppichen stehen. Unebenheiten durch schiefe Böden können zu Folgeschäden, (z. B. Knarren, Quietschen, Klemmen) am Gestell führen. Die Füße müssen auf trockenen Böden stehen.
Erstbenutzung
Ihre Polstermöbel haben eine lange Reise hinter sich, bis sie in Ihrer Wohnung ankommen. Die eingesetzten Polstermaterialiern benötigen nach dem Auspacken einige Zeit, um in ihre ursprüngliche Form zurückzukehren und es kann nötig sein, die Polster nach der Ankunft in Ihrem Haus leicht zu modellieren, um das ursprüngliche Erscheinungbild wiederherzustellen.
Eventuell auftretende Unregelmäßigkeiten (Falten, eingedrückte Stellen usw.) sind transportbedingt und verlieren sich im Laufe der Zeit von selbst. Klopfen und richten Sie Rückenkissen vor dem erstmaligen Gebrauch und in regelmäßigen Abständen gleichmäßig mit einer Bewegung von innen nach außen auf.
Fabrikneue und unbenutzte Polster haben noch nicht ihr endgültiges Erscheinungsbild. Möglicherweise sind Kissenecken noch nicht ganz ausgefüllt oder der der Sitz erscheint noch zu hart. Erst durch die Benutzung erhalten die Polstermöbel ihre endgültige Erscheinungsform.
Individuelle Nutzung
Ab dem Tag der Erstbenutzung wird sich Ihr Polstermöbel je nach Art und Dauer der Benutzung und je nach Haushalt individuell verändern. Nie mehr hat das Polstermöbel den Neuzustand vom Tage der Anlieferung. Das äußere Erscheinungsbild der Polstermöbel ist abhängig von der individuellen Nutzung. Möbelstoffe verschleißen bei der Nutzung ähnlich wie Kleidung. Abhängig von der Art der Nutzung werden gleiche Bezüge in verschiedenen Haushalten auch unterschiedliche Lebensdauer haben. Neben der täglichen Nutzungsdauer haben mehrere weitere Faktoren wesentlichen Einfluß auf den Verschleiß:
- Zuviel Feuchtigkeit kann dem Polstermöbel schaden. Das Polstermöbel besteht aus Holzwerkstoffen. Diese reagieren auf Feuchtigkeit und können somit instabil werden. Stellen Sie Ihre Polstermöbel nicht direkt an die Wand und achten Sie auf normales Wohnraum-Klima.
- Den mechanischen Einwirkungen durch Tierkrallen und Klettbändern an Kleidungsstücken und Kinderschuhen können die besten Bezüge nicht standhalten.
- Die Nähte und Nieten von Jeans sowie Damenstrumpfhosen wirken wie Schmirgelpapier auf das Gewebe.
- Staub, Sand und Schmutz können ins Gewebe eindringen und die Stofffasern schädigen.
- Direkte Licht- und Sonneneinstrahlung bleichen textile Gewebe und Leder aus. Dabei verändern sich hellere Muster und Farben schneller als dunklere.
- nicht farbechte Textilien (z. B. Blue Jeans, T-Shirts) führen zwangsläufig zu deutlich sichtbaren optischen Veränderungen.
- Dampfreiniger und Wärmekissen verändern die Florlage von Stoffen und wirken sich auf Dauer schädlich aus.
- Säurehaltige Flecken (z. B. Fruchtsäfte, alkoholische Flüssigkeiten), sowie klebrige Süßigkeiten oder Speisereste hinterlassen bereits nach kurzer Zeit ihre Spuren. Dazu kommen bei allen Textilien Schweiß, Fett, Kosmetika, Tabakrauchablagerungen und die Ausdünstungen von Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen.
- Lösungsmittelhaltige Reiniger können den Stoff angreifen.
- Benutzen Sie bei Polstermöbeln möglichst alle Teile gleichmäßig, nicht nur den sogenannten „Lieblingsplatz“, damit sich bei legeren modernen Möbeln die Optik durch Wellen- und Muldenbildung gleichmäßig verändern kann.
- Setzen Sie sich nicht auf Rücken- und Armlehnen bzw. Fuß- und Funktionsteile. Lassen Sie sich nicht in das Polstermöbel hineinfallen und Kinder nicht darauf herumspringen.
- Gestatten Sie Kindern nicht, mit den mechanischen und elektrischern Sesseln und Funktionen zu spielen. Diese dürfen erst dann betätigt werden, sobald eine Person korrekt auf dem Polstermöbel Platz genommen hat.
Fußbodenschutz
Um Ihren Fußboden vor Kratzern oder Druckstellen zu schützen, sollten Sie darauf achten, dass unter den Standardvarianten des Herstellers evtl. nochmals gesonderte Unterlagen angebracht werden. Das ist individuell vom jeweiligen Fußboden abhängig. Solche Schutzunterlagen (Aufkleber, Filz u. ä.) erhalten Sie in jedem Baumarkt.
Neumöbelgeruch
Neue Polstermöbel haben in der Regel einen Eigengeruch. Dies liegt häufig am verwendeten PUR-Schaum oder am Bezugsmaterial. In den ersten Wochen nach der Herstellung gasen oft noch Reste von organischen Lösemitteln aus. Besonders auffällig ist dies, wenn die Möbel in Plastik eingepackt waren.
Die materialspezifische Geruchsintensität verflüchtigt sich im Gebrauch und wird durch Randbedingungen wie Raumklima, Jahreszeit, Temperaturschwankung, Lüftungsverhalten, Nutzungsgrad und -dauer usw. beeinflusst und je nach Empfindlichkeit von Personen unterschiedlich wahrgenommen. Bestimmte Naturprodukte, wie z. B. Leder, Massivholz usw. beinhalten immer einen
warentypischen Eigengeruch.
Gesundheitliche Gefährdungen sind bei auf „gesundes Wohnen“ geprüften Möbeln nicht zu erwarten; noch weniger, wenn man regelmäßig lüftet (dreimal täglich 10 Minuten Stoßlüftung).
Neubauten
In Neubauten herrschen beim Einzug in der Regel extrem hohe Böden- und Wandfeuchtigkeiten. Werte über 90% Baufeuchte und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 65% sind in den ersten Monaten häufig nicht zu vermeiden. Zuviel Feuchtigkeit kann dem Polstermöbel schaden. Das Polstermöbel besteht aus Holzwerkstoffen. Diese reagieren auf Feuchtigkeit und es kann schnell zu Feuchtigkeitsschäden, aufquellenvon Materialien oder gesundheitsschädlichen Schimmelpilzbildungen bzw. Stockflecken kommen. Die Nordseite der Gebäude ist besonders betroffen. In solchen Fällen sollte für eine ausreichende Luftzirkulation hinter den Möbelteilen gesorgt werden. Empfohlen ist eine Temperatur von 18 - 21°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 45 - 55%. Regelmäßiges Durchlüften der Räume lässt noch vorhandene feuchte Luft schneller abziehen.